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Das Palliative Care-Netzwerk Region Thun setzt um, was die Nationale Strategie Palliative Care 2013 – 2015 und das kantonale Konzept der palliativen Versorgung verlangen:


Das Netzwerk baut genügend qualifizierte, koordinierte und vernetzte Angebote an Palliative Care in der Region Thun auf und macht sie allen Menschen zugänglich.


Eine gute Vernetzung zeigt sich vor allem an den Schnittstellen. Z. B. wenn ein Patient von zu Hause ins Spital verlegt wird oder umgekehrt. Hier ist es besonders wichtig, dass alle Personen, die an der Betreuung beteiligt sind, die Wünsche und Erfahrungen des kranken Menschen kennen und entsprechend handeln.


Die Palliative Care erfolgt meist in der Grundversorgung. Grundversorger sind die Spitäler, die Hausärztinnen und Hausärzte, die Spitalexterne Pflege SPITEX, verschiedene Ambulatorien, die Seelsorge, Alters- und Pflegeheime, und bei Bedarf weitere Fachleute, z. B. in der Physiotherapie.

 

In komplexen Situationen können die Grundversorger rund um die Uhr auf die Unterstützung eines spezialisierten Teams aus Ärzten und Pflegefachpersonen zählen: dies sind die Mobilen Palliativen Dienste MPD. Diese Fachleute beraten Haus- und Spitalärzte sowie Pflegefachpersonen am Telefon oder unterstützen diese direkt am Krankenbett, z. B. wenn anspruchsvolle Behandlungen zur Schmerzbekämpfung eingeleitet werden müssen, oder wenn eine schwierige Entscheidung ansteht. In sehr komplexen Situationen und in Absprache mit allen Beteiligten übernehmen die MPD auch spezielle Behandlungen und intensive Unterstüzungsaufgaben. Sei dies phasenweise bei Übergängen der Patienten von einer Institution in eine andere, oder während des ganzen Krankheitsverlaufs. Die Einsätze der MPD erfolgen gemäss den Indikationskriterien für spezialisierte Palliative Care (Indikationskriterien, 2011).


Zu einem funktionierenden Netzwerk gehören auch Freiwilligenorganisationen wie die beocare.ch von der Sektion Bern-Oberland des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK und der Verein Schwerkranke begleiten Region Thun. Freiwillige unterstützen Angehörige und medizinische Fachleute, indem sie z. B. Sitznachtwachen und einfache Handreichungen zur Förderung des Wohlbefindens der Schwerkranken übernehmen. Spezialisierte Berufspersonen leisten Trauerbegleitung.


Das Palliative Care-Netzwerk Region Thun zeichnet sich aus durch:

  • Ein ausserordentliches Engagement der Pionierbetriebe: Spital Thun STS AG, SPITEX Region Thun, beocare.ch der Sektion Bern-Oberland des SRK, Wohnen im Alter WiA AG.
  • Sicherstellung und Koordination  der Dienstleistungen der Leistungserbringer im Netzwerk
  • Verbindliche Arbeitsgrundlagen im Handbuch zum Netzwerk: Qualitätsmanagement, Patientendokumentation, Standards, etc.
  • Ein Netzwerk-Controlling nach dem Modell Balanced Scorecard.
  • Ein spezifisches Konzept zur Kompetenzerweiterung der Berufspersonen in Palliative Care-Netzwerken sowie ein gemeinsames Weiterbildungsprogramm mit der Fachhochschule Wallis.
  • Sensibilisierung der Bevölkerung und der Berufsleute für Palliative Care.

Palliative Care-Netzwerk Region Thun | Stationsweg 5 | 3627 Heimberg | Telefon 079 617 97 29 |
 

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